Publiziert am 02. November 2017

Die Abzocker-Methoden der Vorsorgestiftungen

Bei der dritten Säule gibt es drei Typen von Anbietern: Die Banken, die Versicherungen und die Unabhängigen.

Dass die Banken mit ihren 3a Fonds jedes Jahr 250 Millionen vom Schweizer Sparer abzocken, haben wir an dieser Stelle schon aufgezeigt. 3a Fonds Sparer zahlen so über eine Anlagedauer von dreissig Jahren im Durchschnitt 70’000 Franken zuviel.

Bei den Versicherungen lässt sich die Abzockerei schlechter feststellen, denn die Policen sind nicht nur verschachtelt, sondern werden auch auf die denkbar undurchsichtigste Weise den Kunden dargelegt. Bei der 3a Lebensversicherung meiner Frau musste ich mir eine Vollmacht einholen, weil ich so viele Fragen abklären musste, die der Versicherungsauszug schlichtweg nicht beantwortet.

Am Schluss stellte sich heraus, dass die Versicherungsprämie das Doppelte der Prämien des freien Markts war. Ich habe sofort gekündigt. Die Versicherung braucht nun volle zwei Monate, um mir das bestätigen zu können. Das stinkt doch zum Himmel.

Bei den Banken und Versicherungen verschwinden die 3a Erträge also irgendwo in der Bank oder im Versicherungs-Konzern. Dem Sparer bleiben die viel zu hohen Kosten. Der Sparer kriegt zwar sein Geld zurück, die Bank kauft sich jedoch mit der verbleibenden Rendite für jeden 3a Kunden einen Tesla.

Es bleiben nur noch die Unabhängigen. Doch leider sieht es dort nicht besser aus, denn sie verhalten sich gleich wie die Banken und Versicherungen: Die Arbeit wird von der gemeinnützigen Stiftung in eine gewinnorientierte Organisation übertragen, wo die Gewinne unkontrolliert abgeführt werden.

Auch bei den unabhängigen Stiftungen wird nämlich die gesamte Verwaltung an gewinnorientierte Management-Gesellschaften ausgelagert. Es geht also gleich zu wie bei den Banken und Versicherungen. Anstatt dass die gemeinnützige Stiftung die Arbeiten erledigt, ist sie bloss ein Durchlauferhitzer für die teuren Dienste profitorientierter Unternehmen.

Im Ergebnis betragen die totalen Kosten bei allen Anbietern ein bis zwei Prozent oder rund die Hälfte der typischen 3a Renditen. Höchstens die Hälfte der Rendite geht also an den Sparer, die andere Hälfte verliert sich im System.

Die Abzockerei der Säule drei ist für den Sparer unumgehbar. Der Sparer sitzt im Säule 3a Gefängnis, wie ich es schon vor zwei Jahren an dieser Stelle bezeichnet habe.

Die Schuldigen sind nicht einmal die 3a Anbieter, sondern das Gesetz selbst. Das Gesetz hat derart viel Bürokratie aufgebaut, dass es heute in der Schweiz sage und schreibe 80 Vorsorgestiftungen in der dritten Säule und Freizügigkeit gibt. 24 Stiftungen gehören alleine den Kantonalbanken, die alle ihre eigene Stiftung gegründet haben. Welche Verschwendung! Damit lässt sich keine effiziente Verwaltung realisieren. Die übermässigen Kosten werden dem 3a Konto belastet.

Was kann der 3a Sparer dagegen tun? Eine schwierige Sache, denn das Gesetz, das den Vorsorge-Markt hermetisch gegen die Konkurrenz abschottet, kann man nicht von heute auf morgen ändern.

Der einzige Ausweg, den ich heute sehe, ist das Schaffen einer gemeinnützigen Organisation. Dazu rufen wir nun auf und hoffen auf genügend Interessenten. Registrieren Sie sich unten, wenn Sie Genossenschafter werden wollen und wir schaffen für Sie eine Säule 3 - ganz ohne Abzockerei.

Auf diese Weise kommt das Beste für die 3a Sparer heraus, denn ohne Profitorientierung steht das Wohl der Sparer mit Mittelpunkt. Genau das Gegenteil ist heute der Fall.

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