Publiziert am 05. January 2018

Vorsatz 2018: Mehr Rendite - ohne Risiko

Der ehemalige UBS Chefökonom Dr. Klaus Wellershoff und sein Geschäftspartner Patrick Müller haben bei ZWEI, einer neuen Art von Vermögensberatung, nachgewiesen, dass Bankkunden mindestens die Hälfte ihrer Rendite verlieren. Bei Obligationen sind es bis zu 70%, also zwei von drei Franken, die dem Anleger fehlen.

Die Studie ist online gratis verfügbar.

Wer über 30 Jahre spart, hat daher am Ende höchstens die Hälfte des Gesparten auf dem eigenen Konto, die andere Hälfte ist verloren. Dabei waren die untersuchten 92 Vermögensverwalter nicht irgendwer, denn ZWEI prüft die Beratungsqualität auf Herz und Nieren und nur die besten Berater bestehen.

Deren Beratungskosten wurden bei 535 Portfolios untersucht. Interessant ist an der Studie, dass die Portfolios nach Risikoklassen eingestuft wurden. Nach diesem Ansatz haben Portfolios mit wenig Obligationen ein hohes Risiko und solche mit viel Obligationen ein geringes.

Die Überraschung dabei: Die Kosten werden mit zusätzlichem Risiko geringer. Wer also sicher investieren möchte, verliert am meisten.

Sollte es nicht gerade umgekehrt sein?

Was auch noch umgekehrt sein sollte, ist die Risikoaussage: Obligationen werden im Allgemeinen als sicherer eingestuft als Aktien. Was dabei vergessen wird, ist die Zeitachse. Kurzfristig sind Obligationen sicherer. Langfristig ist bei Obligationen aber nur sicher, dass man am Schluss weniger haben wird.

Der Grund ist einfach: Als Aktionär ist man Teilhaber eines Unternehmens und hat Anspruch auf den vollen Gewinnanteil. Selbst wenn der Aktienkurs fallen sollte, hat man noch immer den gleichen Gewinnanspruch. Dieser fällt nicht. Als Obligationär hat man nur Anspruch auf den vereinbarten Zins. Das ist sicher weniger als der Gewinn, denn sonst würde das Unternehmen ja keine Obligationen herausgeben. Der langfristige Effekt ist, dass man bei Obligationen weniger hat.

Weniger haben bedeutet langfristig ein höheres Risiko. Denn je weniger man hat, desto eher genügt die Altersrente nicht. Obligationen sind für langfristige Anleger also risikoreicher als Aktien.

Kein Wunder sagt Warren Buffett: “I would say that anybody that prefers bonds to stocks is making a big mistake. I've been saying that year after year after year. Click here for proof of that statement. I don't – I won't say that under all circumstances. But, it is ridiculous in my view for somebody to buy a 30-year bond and some country’s 50 year bonds and so on, at these rates, in preference to buying stocks. Stocks will bounce around a lot more and they can go down 50%, but a 30-year bond can go down 50%, too, at these rates. Bonds are a terrible choice against stocks.”

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